Bubbles oder was heißt eigentlich „Bokeh“?

Manche Objektivkonstruktionen sorgen durch ihre Blendenform oder ihren optischen Aufbau für ein außergewöhnliches Bokeh. Mit dem Begriff „Bokeh“ bezeichnet der Fotograf die Anmutung des Bildes in unscharfen Bereichen. Zum Beispiel ist es bei Portraitaufnahmen oft gewünscht, dass der Hintergrund besonders weich gezeichnet erscheint. Alles, was vom eigentlichen Motiv ablenkt, soll in einem möglichst ruhigen, gleichmäßigen Bokeh versinken.

„Seifenblasen“-Bokeh

Zur Beurteilung des Bokehs gehört aber auch, welche Form Spitzlichter haben, die im unscharfen Hintergrund erscheinen. Viele Fotografen wünschen sich diese oft kreisförmig erscheinenden Lichter möglichst rund und gleichmäßig.

Manche Objektive, vor allem die aus 3 Linsen bestehenden Triplet-Konstruktionen, erzeugen ein Bokeh, in dem solche Spitzlichter eine regelrechte Seifenblasen-Optik erzeugen. Bekanntestes Beispiel für solche Objektive ist das alte Trioplan 100mm f/2.8 von Meyer Optik aus Görlitz, dessen Produktion schon 1966 eingestellt wurde und das dann vor ein paar Jahren ganz neu aufgelegt wurde, als das Bubble-Bokeh eine modische Renaissance erlebte.

Auch die alten Trioplans wechseln heute bei Kleinanzeigen oder Auktionen für mehrere hundert Euro den Besitzer. Letztlich rechtfertigt ihre optische Qualität diesen Preis aber meiner Meinung nach nicht. Wer auch einmal mit Bubble-Bokehs spielen möchte, kann sich auch günstiger behelfen. Ich habe ein günstiges Domiplan 50mm f/2.8 erworben und mit einem 2x Telekonverter sowie einem M42-Adapter an meine Fujifilm-Kamera adaptiert und kann damit ähnliche Bokeh-Effekte erzielen.

Hier ein paar Beispiele:

Die Spitzlichter wurden hier mit einer kleinen LED-Lichterkette erzeugt.
Sonnenlicht, das durch die Blätter eines Baumes fällt, sorgte hier für die Spitzlichter.
Auch hier sorgt die Sonne dafür, dass das Domiplan viele Bubbles erzeugt.

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